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Axel Springer und Apple

Nie hätte ich gedacht, dass ein Axel Springer Verlag mich einmal beeinflussen würde. Aber erst seit dieser Entscheidung und seit diesem Filmchen weiß ich es ganz genau – mein nächster Rechner wird auch ein Apple. Denn „noch mehr Spaß bei der Arbeit“ ist einfach ein schlagendes Argument.

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Vorgestern Nacht hörte ich in den Nachrichten: Ingrid Betancourt endlich frei! Gestern dominierte den ganzen Tag ein Thema die Nachrichten: Ingrid Betancourt endlich frei! Heute morgen titelt meine Tageszeitung: Ingrid Betancourt endlich frei! Ich dachte – so eine Zeitung wird doch mittlerweile links und rechts schon von sämtlichen Medien überholt, bevor sie überhaupt gedruckt ist.
Eigentlich könnten wir die auch abbestellen. Wenn da nicht das morgendliche Ritual „Lesen beim Frühstück“ und wenn da nicht der Lokalteil wäre. Aber der verliert auch immer mehr an Qualität, die er nie hatte. Tageszeitung abbestellen, das ist irgendwie wie mit dem Rauchen aufhören. Man muss es wirklich wollen und einfach tun. Nach ein paar Wochen ist der Entzug dann sicher vorbei. Ich werde mal drüber nachdenken.

Das große Szet

Das ich bisher so gar nichts über das große ß als neueste Errungenschaft im deutschen Alphabet geschrieben habe, liegt daran, dass ich schon das kleine ziemlich überflüssig finde.

Vom Wert des persönlichen Kennenlernens

Ich arbeite schon seit vielen Jahren im Netz. Sehr viele meiner Kunden habe ich noch nie face to face gesehen, die virtuelle Zusammenarbeit funktioniert, macht Spaß und führt auch zum Erfolg. Für beide Seiten.

Oft genug bin ich stolz darauf, wie effizient man zusammenarbeiten kann. Und manches Mal bin ich bei Kunden, die in der Nähe sind, sogar genervt, wenn sie mich für ein Briefing für ein Mailing zu sich zitieren. Das ginge doch genau so gut mit einem kurzen Anruf oder mit einer Email. Ja, das ginge und geht. Auch bei komplexeren Projekten.

Allerdings kosten gerade die schwierigen Projekte bei einer reinen Online-Zusammenarbeit viel Zeit und noch viel mehr Nerven. Es bleibt immer eine gewisse Unsicherheit. Habe ich das jetzt richtig verstanden? Habe ich die Person, deren Webauftritt ich gerade konzipiere, jetzt richtig erfasst? Richtig erspürt, wie sie ist? Ich kann auf eine große Erfahrung zurückgreifen und oft reichen mir ein paar geschickte Fragen oder auch nur gutes Zuhören am Telefon,um wirklich zu treffen. Aber ich glaub, wenn man sich sehen und erleben könnte, ginge es _noch_ besser.

Aber sich sehen und erleben können kostet vor allem bei größeren Entfernungen viel Zeit und somit das Geld des Kunden. So sind viele froh, wenn es ohne Anreisen, Real-life-Termine und Meetings zu einem guten Ergebnis kommt. Ich bin um so froher, wenn mir ein Real-Life-Termin das gute Gefühl bringt, gute Arbeit zu leisten. Die Bestätigung, dass ich da jemanden virtuell richtig „erspürt“ habe und das Potenzial, den ganzen Auftritt jetzt noch besser, noch runder, noch authentischer hinzukriegen.

Heute hatte ich so ein Erlebnis. Einer Neukundin war es einen Tagessatz und rund 500 Kilometer wert, mich persönlich kennenzulernen. Ich bin darüber sehr froh – denn ich bin jetzt sicher, nun wird das, was wir da gerade erarbeiten, noch besser. Und das ist gut so. Für sie und für mich.

Und so müsste dieses Posting eigentlich betitelt sein: Vom Wert des persönlichen Kennenlernens oder von den Grenzen des Internets. Denn bei aller Liebe zum Netz – und ich bin wirklich überzeugte i-workerin – es geht doch nichts über das real life. Gar nichts.